Was ist mit meinem Kredit, wenn die Bank pleite geht?
Bankleiten sind ja heute leider keine Seltenheit mehr. In Deutschland hat der Staat schlimmeres verhindert. Das wird aber nicht immer möglich sein.
Guthaben auf Giro-, Festgeld- und Tageskonten sind in Deutschland sehr gut abgesichert. Es hängt aber auch davon ab, welcher Bankengruppe
die Bank oder Sparkasse angehört, bis zu welchem Betrag bei einer Insolvenz für die Spareinlagen garantiert wird.
Die Banken sichern sich ab, bevor sie einen Kredit vergeben. Sie holen Einkünfte über den Kreditnehmer ein. Aber wie kann sich der Kreditnehmer absichern? Der hat leider nicht so viele Möglichkeiten. Wenn sich eine Bank in Zahlungsschwierigkeiten befindet, dann erfahren es die Kunden erst ganz zum Schluss.
Sollte die Bank insolvent gehen, dann bleibt die Kreditschuld auf jeden Fall bestehen. Mit der Pleite der Bank sind nicht automatisch die Schulden erledigt. Für den Kreditnehmer ist es am besten, wenn er sich dann frühzeitig darum kümmert, wie es weitergehen soll.
Was kann ihm im schlimmsten Fall passieren? Der Kredit wird nach der Pleite der Bank fällig. Dann muss er sich darum bemühen, bei einer anderen Bank einen Kredit aufzunehmen. Wahrscheinlich zu ungünstigeren Konditionen. Denn die Restschuld muss dann sofort zurückgezahlt werden. Das ist der denkbar ungünstigste Fall, der eintreten kann.
Im Normalfall wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt. Denn, wenn die Bank Pleite geht, dann bestehen auch gegen die Bank Forderungen, die beglichen werden müssen. Der Insolvenzverwalter ist verpflichtet, die vorhandene Aktiva zu verwerten und die Bank so abzuwickeln. Zu den Aktiva gehören auch die ausgezahlten Kredite. Der Insolvenzverwalter bemüht sich dann darum, die bestehenden Kreditverträge der Bank an eine andere Bank zu verkaufen. Der Verkauf des Kredites an eine andere Bank ist ohne Einverständnis des Kreditnehmers möglich. Kommt es zu einem Forderungsübergang ändert sich nichts am Inhalt des zugrunde liegenden Kreditvertrages. Der neue Gläubiger übernimmt alle Rechte und Pflichten. Die Rechtsposition des Kreditnehmers bleibt unangetastet.
Der Kreditvertrag bleibt in seiner Form bestehen.
Der Verkauf an Finanzinvestoren verläuft oft nicht so günstig für den Bankkunden. Diese sind an einer längeren Geschäftsbeziehung nicht interessiert und sind bestrebt, den Kreditvertrag so schnell wie möglich zu beenden. Dies kann auch durch Kündigung geschehen. Dann ist die Restsumme sofort fällig und wenn dann keine Rückzahlung erfolgen kann, werden die Sicherheiten des Kreditnehmers verwertet.